Manchmal überfällt sie mich.
Einfach so.
Unangekündigt.
Die Melancholie.
Dann sitze ich am Fenster und blicke hinaus.
In der Hand meine Teetasse.
Fast wie ein Gemälde komme ich mir vor.
Anstatt durch das Glas die Landschaft draussen zu sehen,
blicke ich zurück.
Erinnere mich an das, was war.
An Menschen, die meinen Weg gekreuzt haben, jetzt aber wieder aus meinem Leben verschwunden sind.
An vergangene Erlebnisse, während derer ich nicht wollte, dass sich je etwas ändert.
So plötzlich wie sie gekommen ist, geht sie auch wieder.
Ein sanftes Kopfschütteln und ich bin zurück in der Gegenwart.
Ach, das ist schön, Dich auch hier einmal wieder lesen zu können, liebe Natalie. –
Dein kleiner Text da oben gefällt mir sehr (und das Bild auf Insta dazu ist eine wundervolle Illustration!), ich finde mich darin sehr wieder. Nur das Kopfschütteln am Ende, das mag mir immer schwerer gelingen. Vielleicht, weil meine Melancholie nicht nur eine auf Vergangenes bezogene ist …
Viele liebe Grüße an Dich!
(Bitte nicht bös‘ sein – aber ich habe da eine kleine „redaktionelle Anmerkung“: Ich denke, dass Dir ein klitzekleiner Schreibfehler unterlaufen ist bei dieser Zeile:
„So plötzlich wie sie gekommen ist, geht sie auch wir.“
Müsste und sollte es nicht vielleicht „geht sie auch w i e d e r“ heißen?)
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Dankeschön! Es ist in der Tat eine Weile her seit meinem letzten Text.
Danke für das Lob zu Text und Bild.
Deine redaktionelle Anmerkung ist natürlich absolut berechtigt. Da habe ich mich tatsächlich vertippt.
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Das Gefühl überkommt mich, wenn ich in diesen Tagen die kühle Luft und den Geruch von feuchtem Laub wahrnehme… dann denke ich an die Basler Herbstmesse… und das kann durchaus einen Moment anhalten 🥲😊
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Lieben Dank für deinen Kommentar. Ich denke der Herbst mit seinen zugleich schönen, sonnigen aber auch eher düsteren und nebligen Tagen trägt besonders dazu bei, dass man von der Melancholie eingeholt wird.
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